Hund einschläfern – wenn du deinem Schatz über die Regenbogenbrücke helfen musst

Hund einschläfern

Das Leben mit einem Hund ist einfach wunderschön und bereichernd. Doch es gibt im Zusammenleben mit dem Vierbeiner einen Punkt, über den du am liebsten gar nicht nachdenken würdest.

Was ist, wenn die Fellnase krank wird und sich nicht mehr davon erholt?

Wenn der Hund so krank ist, dass er nur mehr leidet und unerträgliche Schmerzen hat, sollte man dann nicht darüber nachdenken den Hund einschläfern zu lassen? Ihn von seinen Schmerzen zu erlösen?

Mit diesem traurigen Thema wollen wir uns heute intensiv beschäftigen, einfach, weil es auch zum Leben mit einem Tier dazugehört.

In der Regel haben Hunde eine durchschnittliche Lebenserwartung von 14 Jahren. Einige Rassen leben kürzer, andere deutlich länger, doch immer kommt es am Ende dazu, dass du von deinem geliebten Tier Abschied nehmen musst.

Daher ist es gut, wenn dich dieses Ereignis nicht absolut unvorbereitet trifft. Auch wenn du heute noch nichts darüber hören möchtest, ist es dennoch gut, wenn du bereits ein bisschen Bescheid weißt.

Wann sollte man einen Hund einschläfern lassen?

Dies ist die wahrscheinlich schwierigste Frage im Leben eines jeden Hundehalters. Niemand wird seinen Hund freiwillig einschläfern wollen, wenn keine gesundheitliche Indikation vorliegt.

In sehr seltenen Fällen wird das Einschläfern richterlich angeordnet. In diesem Fall müssen jedoch mehrere Zwischenfälle gemeldet worden sein, in welchen der Hund als besonders aggressiv und bissig diagnostiziert wurde.

Ansonst wird der Vierbeiner lediglich eingeschläfert, wenn er körperlich zu schwach ist, um ein halbwegs akzeptables Leben zu führen. Sind die Schmerzen unerträglich und kann auch keine Verbesserung oder Heilung erwartet werden, dann sollte man als verantwortungsvoller Hundehalter an diese Möglichkeit denken.

Nach welchen Kriterien sollte man entscheiden?

Ob der Hund eingeschläfert werden soll oder nicht, sollte nicht der Hundehalter alleine entscheiden müssen. Hier muss sich auch der Tierarzt mit seiner fachlichen Meinung anschließen.

Auch sollte das Thema im Vorfeld in der Familie abgesprochen werden. Es sollte nicht eine Person alleine mit dieser Verantwortung gelassen werden und gerade kleinen Kindern sollte man diese Situation schonend erklären.

Hat der geliebte Schatz Krebs im Endstadium, Organversagen, kann er sich nicht mehr auf den Beinen halten, nicht mehr fressen oder ausscheiden und würde Bello nur mehr leiden, so sollten dies als Kriterien gesehen werden, die für das Einschläfern sprechen.

Wo sollte der Hund eingeschläfert werden?

In der Regel wird der Hund beim Tierarzt eingeschläfert. In manchen Fällen kommt auch der Tierarzt ins Haus und das Einschläfern wird in der gewohnten, häuslichen Umgebung vollzogen. Du musst dir nur überlegen, ob du möchtest, dass dein Hund zu Hause stirbt. In diesem Fall kannst du den Tierarzt fragen, ob er diesen Service anbietet.

Denke aber immer daran, dass du dieses Bild vielleicht später immer vor Augen haben wirst. Dieser Schritt gehört auf jeden Fall gut überlegt. Für deinen Hund ist es vielleicht harmonischer und weniger aufregend, wenn er in seiner gewohnten Umgebung einschlafen darf.

Was kostet das Einschläfern?

Den Hund einschläfern zu lassen kostet beim Tierarzt ca. 100 bis 200 €. Es ist nicht erlaubt das Einschläfern selbst vorzunehmen, da ein spezielles Betäubungsmittel notwendig ist. Dei Entsorgung des Liebsten kosten nochmal etwa 30 €.

Was passiert beim Einschläfern?

Damit du es auch richtig verstehst, beim Einschläfern handelt es sich um Euthanasie. So hart es auch klingt, es ist eine Form der Tötung.

In der Regel erhält der Hund zwei Injektionen. Die erste besteht aus einem sogenannten Babiturat, einem Beruhigungsmittel. Danach wird die richtige Tötungsspritze gesetzt. Diese besteht aus einem Mix aus Schmerzmittel, Muskelrelaxan und Narkotikum.

Diese Dosierung ist so berechnet, dass diese sofort zum Tod des Tieres führt.

Wie sollte der Mensch sich dem Hund gegenüber verhalten kurz vor dem Einschläfern?

Du solltest dich deinem Hund gegenüber absolut liebevoll verhalten. Versuche ihn nicht zusätzlich aufzuregen. Er spürt ohnehin, dass seine Zeit gekommen ist.

Mache kein großes Aufheben. Nimm das Tier in den Arm. Halte deinen Schatz, küsse und streichle ihn und verabschiede dich. Natürlich lassen sich Tränen nicht vermeiden, doch versuche, für deinen Vertrauten stark zu sein.

Hat der Hund Schmerzen bei einschläfern?

Nein, beim Einschläfern selbst hat der Hund keine Schmerzen. Er kann den Einstich der Nadel spüren. Meist aber hat der Hund ohnehin wegen seiner Krankheit so starke Schmerzen, dass dieser Einstich nicht auffällt. Je ruhiger du in dieser Situation bist, um so ruhiger ist auch dein Hund.

Merkt der Hund wenn der Tod eintritt?

Hunde sind sehr sensibel und natürlich wird das Tier merken, dass der Tod bevorsteht. Das Einschläfern selbst aber geht so schnell, dass der Hund dabei nicht leiden muss.

Nach der Gabe des Beruhigungsmittels wird dein Tier richtig ruhig und müde. Es hat nun keine Schmerzen mehr, ist aber bis zu einem gewissen Stadium noch bei Bewusstsein. Im nächsten Stadium kann es sogar noch dazu kommen, dass sich dein Hund entleert oder übergibt.

Das Bewusstsein wird nun verloren, der Hund kann aber noch auf äußere Reize reagieren. Rasch danach wird jedoch das sogenannte Toleranzstadium erreicht.

Die Muskeln erschlaffen, es sind absolut keine Schmerzen mehr spürbar und der Hund ist bewusstlos. Danach setzt die Atemlähmung ein, das Herz hört zu schlagen auf und dein Hund ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Wann sollte man einen alten Hund einschläfern?

Das Alter des Hundes sagt überhaupt nicht aus, ob du deinen Hund einschläfern musst. So lange dein Hund gesund ist, oder ein halbwegs angenehmes Leben führen kann, ist kein Grund gegeben, ihm das Leben zu nehmen.

Viele Hunde sterben eines natürlichen Todes. Auch wenn der Hund blind ist, kann er noch viele tolle Jahre haben. Selbst wenn deine Fellnase an Herzproblemen, Gelenksproblemen oder anderen Krankheiten leidet, wenn diese altersbedingt sind und sich medikamentös gut behandeln lassen, besteht kein Grund zum Einschläfern.

Wann sollte man einen kranken Hund einschläfern?

Wenn das Leben für deinen Hund nur mehr eine Qual ist, dann solltest du ans Einschläfern denken.

Hat der Vierbeiner nur mehr permanent Schmerzen, lassen sich diese auch durch Medikamente nicht mehr lindern und ist das Hundeleben nicht mehr lebenswert. Dann musst du schweren Herzens daran denken, dich von deinem geliebten Haustier zu trennen.

Hunde einschläfern | Rund um den Hund mit Masih Samin | ZooRoyal

Wo den Hund bestatten oder einäschern?

In jeder Stadt gibt es ein Institut, welches sich um verstorbene Tiere kümmert. Hier kannst du entscheiden, ob dein Vierbeiner eingeäschert oder begraben werden soll.

Entscheidest du dich für das Einäschern, so erhältst du nach einer gewissen Zeit die Urne mit der Asche deines Lieblings zugeschickt. Du kannst die Urne selbst aussuchen. Viele Institute bieten auch zusätzliche Erinnerungsstücke an. Es gibt Anhänger mit der Asche des Hundes und verschiedenste Skulpturen oder Bilderrahmen.

Was passiert nach dem Tod?

Sobald der Hund verstorben ist, löst sich die Seele vom Körper. Zurück bleibt nur mehr die äußere Hülle. Diese kann nun eingegraben oder verbrannt werden.

Die Seele des Hundes aber lebt ewig und wird immer bei dir sein. Auch ich habe bereits einige meiner geliebten Vierbeiner verloren. Egal wie lange das auch aus ist, ich vermisse diese Tiere immer noch.

Ich weiß jedoch genau, dass die Seele dieser geliebten Tiere immer bei mir sein werden. Hattest du zu Lebzeiten eine enge und innige Verbindung mit deinem Hund, so ändert sich daran auch über den Tod hinaus nichts.

Natürlich wirst du lange traurig sein, dass er nicht mehr körperlich anwesend ist. Jedoch gehört der Tod zum Leben dazu.

Die Legende der Regenbogenbrücke

Mit einem letzten Seufzer und einem tiefen Blick verabschieden sich unsere geliebten Hunde, bevor sie die Erde verlassen und sich ihre Seele auf Reisen begibt.

Die Seelen der Vierbeiner gehen der Legende nach über die sogenannte Regenbogenbrücke. Auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke wartet der schönste Spielplatz auf unsere Haustiere.

Hund auf Wiese

Dort befinden sich endlose Wiesen, Wälder, Hügel und Seen. Es herrscht immer Sonnenschein und es gibt dort immer nur das beste Futter für unsere Tiere.

Die Hunde spielen dort mit all ihren Freunden. Das schöne ist, dass es auch keine Schmerzen, kein Alter und keine Krankheit auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke gibt.

Dort warten die Tiere so lange, bis Herrchen oder Frauchen selbst auch sterben. Dann kommen sie wieder über die Brücke und Hund und Hundehalter sind für immer vereint.

Wie trauert man am besten?

Du musst auf jeden Fall auf deine individuelle Weise trauern. Es gibt nicht die eine, richtige Art zu trauern. Lasse deine Tränen zu und gib dir Zeit. Nimm dir alle Zeit, die du benötigst.

Es ist auch normal, dass du nach zwei Jahren noch eine Träne wegen deines verlorenen Haustieres verlierst. Vielleicht hilft dir ein kleiner Schrein, an dem du eine Kerze anzündest. Eventuell unterstützt dich ein schönes großes Bild mit deinem Vierbeiner an der Wand.

Viele nehmen sehr rasch wieder einen neuen Hund auf, der ihnen bei der Trauer hilft. Andere wieder können jahrelang keinen anderen Hund so richtig intensiv streicheln, weil der Schmerz zu groß ist.

Denke aber immer daran, dass dein vierbeiniger Schatz es nicht sehen möchte, dass du dich so quälst. Hunde wollen uns immer glücklich sehen. Stell dir vor, dass die Seele deines Hundes immer bei dir ist. Vielleicht besucht sie dich auch von Zeit zu Zeit im Schlaf.

Ein Hund ist nicht nur ein Hund. Er ist dein Beschützer und er ist dein Seelenpartner. Dein vierbeiniger Gefährte ist dein bester Freund. Das ist er bis zu seinem letzten Atemzug und darüber hinaus. Er bleibt für immer in deinem Herzen.

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