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Dem Hund abgewöhnen im Bett zu schlafen

Dem Hund abgewöhnen im Bett zu schlafen

Als ich mir vor einiger Zeit mal wieder Susi und Strolch angesehen habe, musste ich schon schmunzeln.

Susi winselt als kleiner, süßer Welpe vor dem Bett ihrer Besitzer, die sie prompt hochheben und zwischen ihnen schlafen lassen. „Aber nur diese eine Nacht“, sagen sie noch. Schnitt – Susi ist erwachsen und schläft immer noch im Bett.

Tja, so schnell wird aus einer Ausnahme die Regel. Willst du daran etwas ändern, solltest du dich auf etwas Arbeit einstellen. Es hat schließlich gute Gründe, warum dein Hund gern in deinem Bett schlafen möchte.

Welche das sind, wie das gemeinsame Schlafen auch deinen Schlaf beeinflusst und wie du dein Bett trotzdem wieder für dich alleine hast, verrate ich dir hier.

Mein Hund will ins Bett – Ist das normal?

Hunde sind Rudeltiere. Nicht alle, aber viele von ihnen wollen am liebsten immer bei ihren Besitzern sein. Nur weil es Nacht ist, ändert sich an diesem Bedürfnis nichts.

Natürlich gibt es auch solche Hunde, die hin und wieder lieber alleine schlafen. Vielleicht denkst du dir auch manchmal, dass es mal wieder schön wäre, das ganze Bett für dich zu haben.

Hund nimmt den ganzen Platz im bett ein
Jaromir Chalabala / Shutterstock

Niemand, der dich warm anatmet. Niemand, der dir die Decke stiehlt oder dem plötzlich neue Gliedmaßen wachsen, die er im ganzen Bett verteilt…

So geht es unseren Hunden sicher auch mal. Manche Hunde halten sich auch völlig fern vom Bett. Es geht dabei eben auch um individuelle Vorlieben.

Warum unsere Hunde so gern in unserem Bett schlafen

Wenn Bello zu dir ins Bett hüpft, kann das verschiedene Gründe haben.

  • Er kennt es nicht anders
  • Er genießt die Nähe
  • Er mag die weichen Kissen
  • Er will dich beschützen

Manche dieser Gründe sind völlig harmlos.

Wie soll ein Hund, der sein Leben lang bei Frauchen und Herrchen im Bett schlafen durfte, das plötzliche Verbot auch verstehen? Das gemeinsame Kuscheln gefällt Hunden als Rudeltiere, die enge Sozialkontakte pflegen, natürlich ebenfalls.

Und deine weichen Decken und Kissen sind vielleicht einfach attraktiver als sein Körbchen.

Bildet dein Hund dadurch, dass ihr ein Bett teilt, einen übermäßigen Beschützerinstinkt aus, habt ihr hingegen ein Problem.

In diesem Fall erkennst du am Verhalten deines Hundes, dass etwas nicht stimmt. Er wird vermutlich verhindern wollen, dass jemand anders (dein Partner beispielsweise) ins Bett kommt.

Es ist auch möglich, dass er versucht, andere Personen daraus zu vertreiben.

Wie eine friedliche Nacht im gemeinsamen Bett aussehen kann, siehst du in diesem Video.

Zeitraffer von meinem Hund und mir beim schlafen

Sollte ich meinem Hund aus dem Bett werfen?

Letztendlich entscheidest du alleine, wer in deinem Bett schlafen darf.

Zeigt dein Hund jedoch Verhalten, das auf einen übermäßigen Beschützerinstinkt schließen lässt, solltest du darüber nachdenken, eure Schlafsituation zu ändern.

Das gilt auch, wenn dein Hund sich dir gegenüber aggressiv verhält und dein Bett für sich beansprucht. Leidest du durch nächtliche Unruhe an Schlafmangel, muss natürlich auch etwas passieren.

Gründe, die gegen den Hund im eigenen Bett sprechen

Dazu zählen,

  • bestehendes Asthma oder Allergien,
  • Hygiene,
  • ein dadurch entstehender übermäßiger Beschützerinstinkt,
  • aggressives Verhalten (Hund beansprucht das Bett für sich) oder
  • eine geringere Schlafqualität.

Leidest du an Asthma oder Allergien sollte dein Hund nicht in deinem Bett schlafen.

Ob du dich von möglichen Parasiten in seinem Fell abschrecken lässt, musst du entscheiden. Bedenke aber, dass auf diese Weise Zecken ganz einfach zu dir rüber krabbeln könnten und du dich mit Borreliose anstecken könntest.

Um das Risiko zu minimieren (und auch um deinen Hund vor den Biestern zu schützen), solltest du deinen Hund mit Antiparasitika behandeln. Suche ihn außerdem in der warmen Jahreshälfte nach jedem Spaziergang ab und vergiss auch nicht, ihn zu entwurmen.

Darüber hinaus überdenkt vermutlich auch der beste Hundefreund seine Schlafsituation, wenn sein Hund kurz vor dem Schlafengehen einen Hundehaufen gefressen hat.

Der Gedanke, diesen Atem ins Gesicht geblasen zu kriegen…

Hund hat Mundgeruch
Kirill Linnik / Shutterstock

Der bereits angesprochene Beschützerinstinkt, der durch das gemeinsame Schlafen stärker werden kann, bezieht sich vor allem auf Hütehunde.

Sie haben ohnehin einen erhöhten Drang, die Kontrolle zu behalten und aufzupassen. Nachts, wo in der Natur mehr Gefahren lauern, fühlen sie sich noch mehr in der Pflicht dazu.

Sie müssen wachsam sein, schließlich schlafen alle anderen.

Hat dein Hund einen dominanten Charakter, könnte er mit dem Teilen deines Bettes irgendwann nicht mehr zufrieden sein. Warum teilen, wenn er auch die ganze Matratze für sich haben kann?

Wie schon gesagt, kann das Teilen eines Bettes auch deine Schlafqualität stören. Das bestätigt sogar eine amerikanische Studie (Quelle in englischer Sprache).

Die Probanden schliefen gut. Aber noch besser war ihr Schlaf, wenn ihr Hund nicht in ihrem Bett, sondern daneben schlief.

Gründe dafür

Dem gegenüber stehen aber auch viele positive Aspekte am gemeinsamen Schlafen.

  • Depressionen werden gemindert
  • das gemeinsame Schlafen baut Stress ab und senkt den Blutdruck
  • Sicherheit und Geborgenheit
  • eine stärkere Bindung zwischen Mensch und Tier
Hund kuschelt im Bett
Olena Yakobchuk / Shutterstock

Es ist tatsächlich belegt, dass es uns glücklich macht, mit unserem Hund in einem Bett zu schlafen (Quelle in englischer Sprache).

Die Forscher erklären das so, dass sich depressive Menschen häufig wertlos und einsam fühlen. Sie trauen ihren Mitmenschen nicht zu, sie zu lieben, weil sie sich selbst nicht lieben.

Außerdem hat fast jeder Mensch schon einmal die Erfahrung gemacht, von anderen hintergangen worden zu sein.

Nicht so beim Hund.

Hunde lieben uns bedingungslos. Für deinen Hund bist du das allergrößte, sein Held. Es ist ihm egal, ob du heute nicht einmal die Kraft hattest, dir die Zähne zu putzen.

Er würde das sogar liebend gern für dich übernehmen.

So ähnlich wirkt sich ein Hund im Bett auch auf unser Stresslevel aus. Wir können besser entspannen, was unseren Blutdruck senkt und sogar körperliche Schmerzen lindern kann.

Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, haben oft Probleme, sich nachts zu entspannen. Ein Hund im Bett kann da helfen. Die Entspannung hilft dann gegen ihre Schmerzen.

Ein Hund im Bett ist die beste Alarmanlage.

Hört er etwas, ist er sofort wach. Knurrt er oder bellt sogar, wirst du auch nicht lange weiterschlafen. Aber auch wenn die Nächte ruhig verlaufen, profitieren wir von einem kuscheligen Vierbeiner im Bett:

Wir fühlen uns geborgen. Viele Hunde schlafen am liebsten mit Körperkontakt. Das Gefühl, dass da jemand ist, der auf uns aufpasst, bringt uns zurück in unbeschwerte Kindertage.

Kaum zu glauben, aber das gemeinsame Schlafen kann sogar eure Trainingserfolge verbessern. Hört dein Hund nicht auf dich, liegt das gerade bei Junghunden häufig daran, dass er dir noch nicht völlig vertraut.

Darf er in deinem Bett schlafen, ändert sich das. Ihr stärkt eure Bindung zueinander, was sich positiv auf das Lernen neuer Kommandos auswirken kann.

Du siehst, ob dein Hund in deinem Bett schlafen sollte oder nicht, ist gar nicht so eindeutig zu beantworten.

Es gibt Gründe, die ganz klar dagegensprechen. Aber sind diese kein Problem, hat das gemeinsame Schlafen auch viele gute Seiten.

Wie du dein Bett wieder für dich alleine hast

Hast du dich dazu entschieden, dass dein Hund nicht mehr im Bett schlafen soll? Dann habe ich hier einige Tipps für dich, wie du deinen Hund auch davon überzeugen kannst.

Bist du dir sicher?

Och, guck dir diese traurigen Augen an, wie er winselt, der arme Kerl… nur noch heute, ja?

Hund macht den Hundeblick
Anna Hoychuk / Shutterstock

Damit das Training gelingt, musst du dir wirklich absolut sicher sein, dass du das durchziehen willst. Ist dein Hund daran gewöhnt, dass er nachts in dein Bett darf, wird er dein Nein sicher nicht problemlos akzeptieren.

Sein Winseln und Weinen ist außerdem nicht unbedingt nur der Versuch, Mitleid zu erregen. Er kann durch diese plötzliche Entscheidung wirklich verunsichert und tief traurig sein.

Sei dir also darüber bewusst, dass du, wenn du den ersten Schritt tust, nicht wieder zurückweichen solltest. Ständiges Hin und Her erschwert deinem Hund, dein Verhalten einzuordnen.

Meinst du es ernst oder knickst du doch wieder ein? Stelle dich auf jeden Fall auf ein paar anstrengende Nächte ein.

Eine kuschelige Alternative

Vom geliebten Bett zurück in den alten Korb mit der durchgelegenen Decke? Da würde ich aber auch Einspruch erheben.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, deinem Hund ein neues, kuscheliges Hundebett zu besorgen. Wenn du möchtest, kannst du es auch ins Schlafzimmer stellen.

So bleibt dein Hund in deiner Nähe und du kannst ihn vielleicht sogar von deinem Bett aus streicheln. Das erleichtert ihm zu akzeptieren, dass er nicht mehr ins Bett darf.

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Sofa ja, Bett nein

Nur weil du dein Bett für dich haben willst, muss das nicht heißen, dass du nicht mehr mit deinem Vierbeiner kuscheln möchtest.

In einem großen Sessel oder auf dem Sofa könnt ihr weiterhin schmusen. Dafür musst du aber klare Regeln aufstellen. Dein Hund darf nur auf die Möbel, wenn du es ihm erlaubst.

Schicke ihn konsequent weg, wenn er aufdringlich wird. Du entscheidest, wann du das Sofa teilen möchtest. Das Bett bleibt Sperrzone.

Konsequenz auch im Halbschlaf

Liegst du abends im Bett und dein Hund kommt dazu, schicke ihn konsequent auf seinen Platz.

Tue das, ohne ihn zu streicheln oder viel mit ihm zu sprechen. So handhabst du es auch, wenn du ihn im Bett erwischst. Schickst du ihn runter, hat er das Bett zu verlassen.

Schwieriger wird es nachts, wenn es ein paar mal ruckelt und du vom feuchten Kuss der Hundenase geweckt wirst. Werden wir aus dem Tiefschlaf gerissen, ist uns ganz schnell egal, dass unser Hund gerade wieder gegen unsere Regeln verstößt.

„Soll er doch, solange ich schlafen kann“, ist definitiv der falsche Gedanke.

Schicke ihn also auch nachts zurück auf seinen Platz. Auch, wenn du dadurch erst so richtig wach wirst und danach schwieriger wieder einschläfst.

Dein Hund lernt nur durch konsequentes Handeln, was du von ihm möchtest.

Versuchungen vermeiden

Damit dein Hund nicht auf die Idee kommt, in einem unbeobachteten Moment das Bett zurückzuerobern, sollte die Schlafzimmertür geschlossen bleiben.

Schleicht sich dein Hund gelegentlich erfolgreich ins Bett, wird das euer Training stören. Wenn du Stunden später verräterische Spuren wie Haare oder schmutzige Tatzenabdrücke auf den Laken findest, bringt alles Schimpfen nichts mehr.

Damit das gelingt, muss dein Hund natürlich einen gemütlichen Liegeplatz außerhalb deines Schlafzimmers haben. Ist sein Bett genauso kuschelig wie deins, kann er der Versuchung besser widerstehen.

Fazit

In vielen Fällen geht es bei der Entscheidung, ob dein Hund im Bett schlafen sollte oder nicht, um deine Vorliebe.

Stört er deinen Schlaf oder findest du es unhygienisch, kannst du an eurer Schlafsituation etwas ändern, wenn du es möchtest.

Zeigt dein Hund einen verstärkten Beschützerinstinkt, wird aggressiv oder beansprucht das Bett für sich alleine, sollte er hingegen auf jeden Fall wieder in seinem eigenen Körbchen schlafen.

Konsequenz und Alternativen in Form eines gemütlichen Hundebetts sowie Kuscheleinheiten auf dem Sofa erleichtern deinem Hund, das zu akzeptieren.

Häufig gestellte Fragen

Verwirrt es meinen Hund nicht, wenn er zwar aufs Sofa, aber nicht mehr ins Bett darf?

Je konsequenter du deinen Hund aus deinem Bett verbannst, desto einfacher kann er zwischen Sofa und Bett differenzieren. Idealerweise entscheidest du auch, wann er aufs Sofa darf.

Stört das Schlafen in meinem Bett die Rangordnung?

Das kommt auf den Charakter deines Hundes und darauf an, wie gefestigt deine Stellung ist. Akzeptiert dein Hund deinen Rang, kannst du ihn meistens problemlos in dein Bett lassen.

Ist der Hund im Bett nun gut oder schlecht für meinen Schlaf?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten, weil es auch darauf ankommt, wie ruhig oder unruhig ihr schlaft. Fakt ist, dass ein Hund im Bett sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf deinen Schlaf haben kann.