Bologneser

Bologneser auf der Wiese

Dieser kuschelige Wonneproppen sieht aus wie ein kleines Wölkchen. Nicht umsonst war er bereits schon vor vielen hundert Jahren bei diversen, namhaften Persönlichkeiten äußerst beliebt. Darunter Kaiserin Maria Theresia und Katharina die Große.

Ein zuckersüßes Schoßhündchen, welches man einfach nur lieb haben und kuscheln möchte. Es wickelt einfach jeden um sein kuscheliges Pfötchen.

Steckbrief

Rasse: Bolognese
Deutsche Bezeichnung:Bologneser
Herkunft: Italien
Größe:Rüden 27 bis 30 cm, Hündinnen 25 bis 28 cm
Gewicht:2,5 – 4 kg
Lebenserwartung:12 – 15 Jahre
Fellänge:lang
Fellfarbe:Weiß, Elfenbein 
Aufgaben:Der Bologner fand, sowie auch andere Bichons (übersetzt: Schoßhündchen) Verwendung als beliebter Gesellschaftshund der Oberschicht.
Listenhund:Nein
FCI Gruppe:Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde  
FCI Sektion:Sektion 1.1: Bichons
FCI Standard:196
FCI Rasse-Standards:Zum PDF

Geschichte der Rasse

Der Bologneser stammt von Begleithunden, welche unter dem Begriff „Bichons“ zusammengefasst wurden.

Seine Wurzeln lassen sich, im Gegensatz zu vielen anderen Hunden, bis ins antike Zeitalter zurückverfolgen. Sie lebten damals vermehrt in den Hafenstädten des Mittelmeers und waren meist Begleiter von Damen aus gutem Hause.

Ein Hund der Gattung Bologneser galt damals als sehr wertvolles Geschenk.

Aristoteles sprach bereits vor über 2.400 Jahren von einem Hund dieser Rasse und vermerkte dies in seinen Schriften.

Die frühe Existenz des Bolognesers wird in weiteren, zahlreichen Schriften, Zeichnungen und Kunstwerken aus damaliger Zeit bestätigt.

Später fand er überwiegend seine Heimat in der italienischen Stadt Bologna, welcher er auch seinen Namen verdankt.

Später war er während der Renaissance in Frankreich weit verbreitet. Berühmte Persönlichkeiten wie Madame de Pompadour, Katharina die Große und Kaiserin Maria Theresia besaßen alle Hunde dieser Art.

Zu seinen engsten Verwandten zählt der „Malteser“, welcher ebenfalls von Aristoteles beschrieben wurde. Ebenfalls sind Verbindungen zum „Havaneser“ und zum „Bolonka Franzuska“ im Gespräch.

Am 05.03.1956 wurde der Bologneser vom FCI als offizielle Hunderasse ohne Arbeitsprüfung anerkannt.

Noch heute ist der Bologneser als beliebter Begleithund bei vielen Familien ansässig und seine Reichweite wuchs längst über Italien hinaus.

Jährlich werden in Deutschland rund 100 Bologneser Welpen von seriösen VDH Züchtern registriert.

Charaktereigenschaften

Da der Bologneser seit Anbeginn der Zeit als Gesellschafts- und Begleithund fungierte, verfestigte sich durch diese Rolle auch sein persönlicher Charakter.

Er hat kein großes Interesse daran, das Haus zu bewachen oder auf Beutefang zu gehen, da er niemals mit Aufgaben dieser Art vertraut gemacht wurde.

Bologneser liegt im Gras

Er kennt und liebt das Leben im Kreise seiner Familie, für welche er stets als geliebter, kleiner Sonnenschein galt.

Der Bologneser lebt vollständig FÜR und gleichzeitig MIT seinen Menschen. Wo er geht und steht verbreitet er gute Laune und sorgt für Empathie.

Selbst Menschen, welche nicht sonderlich viel mit Tieren am Hut haben, erliegen schon bald seinem niedlichen Charme und seiner Lebensfreude.

Der Vierbeiner zeichnet sich durch ein äußerst freundliches Wesen und temperamentvolle Verspieltheit aus. Am liebsten verbringt er die Zeit im Kreise seiner Menschen.

Ganz egal, ob bei einem langen Spaziergang, einem gemütlichen Nachmittag im Garten oder abends auf dem Sofa – der Bologneser ist einfach für alles haben!

Er verfügt über einen sehr unkomplizierten Charakter, weshalb er auch recht einfach zu erziehen ist. Als Anfängerhund ist der Bologneser eine sehr gute Wahl. Obwohl er sehr wachsam ist, so ist er alles andere als ein Kläffer.

Mit Artgenossen und Kindern kommt der kleine Italiener ganz wunderbar zurecht, sofern diese ihn angemessen behandeln und ihn nicht überfordern. Das wäre bei einem Hund seiner Größe aber auch wirklich äußerst unfair!

Und auch mit Katzen hat er keinerlei Probleme, sofern auch diese mit ihm klar kommt.

Erscheinungsbild

Optisch erinnert der kleine Bologneser an ein flauschiges Wölkchen. Mit einer Größe von maximal 30 Zentimetern, zählt er zur Kategorie „kleine Hunderassen“. Und mit einem Gewicht von maximal 4 kg wird er sogar von einer Katze übertroffen.

Kein Grund jedoch für den kleinen Wirbelwind, um Trübsal zu blasen. Seine winzige „Niedlichkeit“ und seine großen, dunklen Knopfaugen macht er sich durchaus zunutze.

Zum Beispiel, wenn es darum geht, Herrchen oder Frauchen zu erweichen, wenn es noch etwas vom Mittagstisch zu erhaschen gibt.

Sein langes, meist lockiges Fell, welches ausschließlich in den Farben Weiß und Elfenbein vorkommt, ist weich und flockig. Da der Bologneser über kaum Unterwolle verfügt, ist er auch für Allergiker sehr gut geeignet.

Bologneser beim Hundefriseur

Sein goldiges Gesicht ist rundlich und die Schnauze steht leicht länglich nach vorne.

Die Rute trägt das kleine Wölkchen im Kringel auf seinem Rücken.

Da sein dichtes Fell im Gesicht häufig seine Augen reizt, muss diesem Bereich ganz besondere Aufmerksam geschenkt werden.

Es ist ratsam, die Haare an dieser Stelle vorsichtig zu stutzen, um Augenreizungen und Entzündungen vorzubeugen. Und so kann er gleichzeitig auch noch besser sehen.

Haltung und Pflege

Der fröhliche Bologneser fühlt sich in jeder Umgebung „pudelwohl“, solange er regelmäßig von seiner Familie umgeben ist.

Ganz egal ob in einem Haus auf dem Land oder in einer kleineren Stadtwohnung. Dem kleinen Wölkchen ist alles recht, solange es nicht allzu lange alleine bleiben muss.

Durch seine handliche Größe, ist er meist problemlos überall hin mitzunehmen. Irgendein Plätzchen findet er immer. Auch im Flugzeug fliegt er ohne Probleme vorne im Handgepäck mit.

Der Bologneser brauch natürlich, wie auch alle anderen Hunderassen, regelmäßige Bewegung und Auslauf.

Er ist allerdings kein Kandidat, welcher inständig schnell rennen muss, um seinen Bewegungsdrang zu befriedigen. Moderate Spaziergänge reichen dem kleinen Italiener vollkommen aus.

Daher ist er auch für Senioren eine ganz wunderbare Wahl, welche ebenfalls durch regelmäßige Spaziergänge mit ihrem Liebling fit und vital halten. Nach einem langen Tag genügt zuweilen auch ein kurzes „Auspieseln“ gegenüber der Haustüre, vor dem Schlafengehen.

Und obwohl sein Fell so lang ist, bedarf es keiner komplexen Pflege. Gelegentliches Bürsten ist vollkommen ausreichend.

Bologneser wird geschoren

Natürlich darf das Fell, insbesondere im Gesicht, auch regelmäßig gestutzt werden. Auch mit kurzen Haaren sieht er äußerst niedlich aus.

Ein guter Tierarzt, welcher regelmäßig seine Gesundheit überprüft und Routineuntersuchungen durchführt, ist natürlich auch ein sehr wichtiger Faktor, welcher dem neuen Familienmitglied nicht fehlen darf.

Züchter

In Deutschland gibt es jede Menge seriöse Züchter, welche sich auf das kleine Wölkchen aus Italien spezialisierten.

Wer einem Bologneser ein neues Zuhause schenken möchte, sollte sich vor Anschaffung vergewissern, dass er tatsächlich einen Vierbeiner aus einer guten, reinrassigen Zuchtstation erhält.

Dies kann unter anderem einen erheblichen Einfluss auf seine Gesundheit haben. Folgende Anlaufstellen könnten Interessenten weiterhelfen:

www.vdh.de/welpen/zuechter?id=70

www.bologneser-hunde.de/

www.kleinhunde.de/bologneser.php