Spulwürmer beim Hund – einer der häufigsten Parasiten

Spulwürmer

Zugegeben, Würmer und Parasiten beim Hund sind ein unappetitliches Thema. Trotzdem solltest Du als Hundeliebhaber die wichtigsten dieser ungebetenen Gäste kennen. Der Spulwurm kommt bei Hunden sehr oft vor. Er kann harmlos sein, Hunden unter Umständen aber auch zu schaffen machen.

Wissenswertes rund um Spulwürmer

Spulwürmer zählen zu den häufigsten parasitär lebenden Wurmarten in Deutschland. Betroffen sind Hunde, Katzen und viele weitere Tierarten.

Spulwürmer leben in der Regel spezialisiert auf bestimmte Wirte. Beim Hund kommen die Spulwürmer

  • Toxocara canis und
  • Toxacara leonina vor.

Toxocara leonina wird im erwachsenen Alter etwa 6 bis 10 cm lang. Toxocara canis ist mit 8 bis 18 cm etwas größer und kommt beim Hund wesentlich häufiger vor. Breit werden die Tierchen etwa 2 bis 5 mm.

Spulwürmer unter dem Mikroskop

Beide Arten zählen zu den Fadenwürmer (Nematoda). Ansteckungsweg und Bekämpfung ähneln sich, allerdings gilt toxocara leonina insgesamt als harmloser.

Im Larvenstadium wandern Spulwürmer durch den Organismus des Wirtes und um erwachsenen Alter setzen sie sich schließlich im Darm fest. Dort ernähren sie sich von dem, was Deinem Bello schmeckt.

Ausgewachsene Weibchen geben regelmäßig bis zu 200.000 Eier ab, die dann vom Hund mit dem Kot ausgeschieden werden. Weitere Fakten über Spulwürmer:

  • Ein Spulwurm kann bis zu vier Monate alt werden.
  • Ein stark befallender Hund kann bis zu 200 Würmer in seinem Darm haben.
  • Die Larven können bis zu drei Jahre außerhalb eines Wirtes überleben.
  • Mit Desinfektions- und Reinigungsmittel können Spulwürmer nicht getötet oder beseitigt werden.

So kommen die Spulwürmer in den Hund

Hunde lieben es nun mal Kothäufchen von Artgenossen zu beschnuppern. Für Deinen Bello ist dieses Ritual, wie das täglich Studium der neuesten Nachrichten.

Die nur 0,075 mm großen Eier bleiben an der Nase oder im Fell (auch beim Wälzen) hängen. Entweder schleckt sich der Hund mit der Zunge über die Nase oder er nimmt die Eier bei der Fellpflege auf.

Eine andere Infektionsquelle ist das Fressen von oder der Kontakt zu Zwischenwirten (beispielsweise Mäuse an denen Wurmeier kleben). Toxocara canis befällt neben Hunden auch Füchse und Wölfe. Die Eier können zudem an weiteren Tieren, Gegenständen oder Pflanzen haften, die mit Hundekot in Berührung gekommen sind.

Löst sich ein Hundehäufchen in Wind und Wetter auf, so verschwinden die Wurmeier nicht einfach. Sie werden in der nächsten Umgebung, auf Grasflächen, im Laub usw. verteilt.

Als Quelle für Toxocaris leonina kommen auch Katzen und deren Hinterlassenschaften infrage. In diesem ausführlichen Video erfährst Du alles über den Entwicklungsweg und die Wanderung des Spulwurmes durch den Hundekörper.

Spulwurm Toxocara canis beim Hund

Eine Infektion mit Spulwürmern erkennen

Ein allererstes Anzeichen kann ein kräftiges Husten Deines Hundes sein. Um den Darm Deines Hundes zu erreichen, müssen die Würmer von der Lunge in den Rachen gelangen.

Das geschieht über einen Hustenreiz. Doch wer kommt bei Husten schon auf die Idee, dass Würmer dahinter stecken könnten? Bei sehr jungen, alten oder immunschwachen Hunden kann sich durch die Larven in der Lunge eine Lungenentzündung bilden.

Das kommt allerdings nur sehr selten vor. Daher bemerkst Du Spulwurm-Infektionen bei Deinem Hund meistens erst dann, wenn die erwachsenen Würmer ihr Unwesen im Darm treiben. Dann zeigen sich diese typischen Symptome eines Wurmbefalls

  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • mattes Fell
  • Juckreiz am Anus „Schlittenfahren“
  • bei massivem Befall, aufgeblähter „Wurmbauch“

Wann sind Hunde besonders gefährdet

Es ist ganz normal, dass sich Hunde im Laufe eines Lebens mehrfach mit Spulwürmern infizieren. So manch ein Hund trägt die Parasiten sogar in sich, ohne irgendwelche Symptome zu zeigen.

Experten nehmen an, das insgesamt etwa 6% der Hunde im deutschsprachigen Raum mit Spulwürmern infiziert sind und regelmäßig Eier mit dem Kot ausscheiden. Regional kann es große Unterschiede geben.

Ein hohes Infektionsrisiko besteht grundsätzlich auf stark von Hunden frequentierten Wegen und Flächen. Im Jahr 1995 machten sich Forscher vom Institut für Parasitologie der Universität Wien ans Werk, Grünflächen, Parks und Spielplätze näher zu untersuchen.

Die weltweiten Ergebnisse der Kontaminierung mit Spulwurmarten und Toxocara canis kannst Du in diesem PDF nachlesen.

Wie wird ein Befall mit Spulwürmern festgestellt?

Um die Würmer sicher festzustellen, müsste eine Kotprobe untersucht werden. Weisen mehrere Merkmale auf einen Wurmbefall hin, muss das aber gar nicht unbedingt sein. Dein Bello bekommt einfach ein Breitband-Parasitikum und dann wartest Du erstmal ab.

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In den meisten Fällen verschwinden die Symptome nach der Wurmkur und alles ist gut. War der Befall sehr stark können begleitende Behandlungen notwendig sein.

Viele tote Würmer im Darm können einen Hund nämlich auch belasten. Vor der endgültigen Ausscheidung können sie Probleme mit der Verdauung und sogar leichte Vergiftungserscheinungen verursachen. Sprich darüber am besten ausführlich mit Deinem Tierarzt.

Spulwürmer bei Welpen

Welpen unter sechs Monaten sind besonders häufig von ernsthaften Spulwurm-Infektionen betroffen. Das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht sehr gut entwickelt und leidet massiv unter einer aktiven Infektion.

Durch zusätzliche Mangelernährung (die Würmer futtern ja ordentlich mit!), zeigen sich

  • Wachstumsstörungen sowie ein
  • schlechter und auffällig gestörter Fellwuchs.

Weitere Symptome bei Welpen entsprechen denen der erwachsenen Tiere. Die Kleinen infizieren sich bereits über die Mutter. Selbst wenn Du Deine Hündin regelmäßig entwurmt hast, ist es leider nie völlig auszuschließen, dass einige Larven überlebt haben.

Umso wichtiger ist es, Welpen rechtzeitig zu entwurmen. Die Tierärztin Michaela Hümmelchen rät dazu, Welpen im Alter von 2 Wochen das erste Mal zu entwurmen. Weitere Tipps von ihr findest Du hier.

Sinnvoll und richtig entwurmen

Um es gar nicht erst zu Folgeerkrankungen und einer Ansammlung von Parasiten in Deinem Vierbeiner kommen zu lassen, solltest Du regelmäßig entwurmen.

Einen Hund, der viel draußen unterwegs ist und in stark frequentierten Revieren Gassi geht, entwurmst Du am besten zweimal jährlich. Für Bellos, die sich lieber in der Wohnung oder im eigenen Garten aufhalten und draußen vorwiegend an der Leine sind, reicht eine Wurmkur pro Jahr.

Diverse Vorerkrankungen oder Deine persönliche Einstellung können auch gegen die präventive Entwurmung sprechen. Dann kannst Du regelmäßig Kotproben untersuchen lassen (beim Tierarzt, den landwirtschaftlichen Untersuchungsanstalten oder bei Online-Laboren) und nur dann entwurmen, wenn es wirklich sein muss.

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Chemische Mittel zur Bekämpfung von Spulwürmern beim Hund

Zur Bekämpfung und Abtötung von Spulwürmern eigenen sich eine ganze Reihe von Wirkstoffen. Diese werden in Kombipräparaten oder einzeln angeboten. Übliche Darreichungsformen sind

  • Tabletten
  • oral einzugebende Pasten
  • Spot-On-Präparate.

Als wirksam bei Spulwürmern und anderen Nematoden gelten diese Wirkstoffe

  • Albendazol
  • Mebendazol
  • Pranziquantel
  • Piperazin
  • Ivermectin (nicht bei Hunden mit MDR1 Gendefekt!)
  • Pyrantel.

Hausmittel zur Vorbeugung und Behandlung von Spulwürmern

Einen akuten Wurmbefall mit Krankheits-Symptomen solltest Du nicht mit Hausmitteln bekämpfen. Eine Wurmkur oder zwei pro Jahr werden einem gesunden Hund, Chemie hin oder her, kaum wahrhaft schaden. Bei geschwächten Tieren oder solchen mit heftigen Allergien ist die Lage natürlich etwas anderes.

Naturheilexperten setzen bei der Chemie-freien Entwurmung auf spezielle Kräutermischungen und Kokosöl. Die Darmflora des Hundes verändert sich dadurch bestenfalls so, dass sich die Würmer nicht festsetzen können.

Die Wirksamkeit dieser Präparate ist bisher leider kaum ausreichend erforscht worden. Probieren kannst Du diese Alternativen zur Vermeidung von Würmern bei Deinem Hund trotzdem.

Können Hunde-Spulwürmer auch Menschen befallen

Ja! Nimmst Du Toxocara canis oder Toxocara cati (Katzen) auf, lösen die Larven eine Erkrankung mit dem Namen Toxokarose aus. Im menschlichen Organismus überleben die Würmer das Larvenstadium allerdings nicht. Die Schäden durch die Krankheit sind daher gering.

Spulwürmer beim Hund – das Wichtigste in Kürze

Der Hunde-Spulwurm Toxocara canis ist ein häufig vorkommender Fadenwurm (Nematode). Toxocara leonina ist seltener und richtet insgesamt weniger Schaden an.

Spulwürmer befallen im Larvenstadium den Organismus des Tieres und siedelt sich im erwachsenen Zustand im Darm an. Symptome eines Befalls mit Spulwürmern sind

  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • mattes Fell
  • Juckreiz am Anus „Schlittenfahren“
  • aufgeblähter „Wurmbauch“.

Bei labilen Hunden können die Wurm-Larven eine Lungenentzündung auslösen. Typisch für die Wanderung der Larven in den Darm ist ein Hustenreiz beim Hund. Spulwürmer werden über Kotproben festgestellt und mit Präparaten vom Tierarzt (Tabletten, Pasten, Spot-On-Präparate) bekämpft.

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Über Stefanie Baumgartner 35 Artikel
Stefanie schreibt in Bellos Reich über Wissenswertes rund um das Thema Hund. Ihr Leben hat sie früher mit den Staffordshire Terriern Cäsar und Arnold sowie dem ungarischen Streuner Kazmer geteilt. Derzeit hat sie leider keinen Hund, dafür aber Katzen, Zwergkaninchen und ein Pferd.

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