Olivenöl im Hundefutter – Was kann es?

Olivenöl

Wer seinem Salat etwas zusätzlichen Geschmack verpassen möchte, greift gern zum Olivenöl. Aber nicht nur dafür eignet es sich hervorragend.

Hundehalter sind immer auf der Suche, ihrem geliebten Vierbeiner etwas Abwechslung ins Futter zu mischen.

Wenn du dabei gelegentlich zu Olivenöl greifen möchtest, erfährst du hier alles, was du über dieses Öl wissen musst.

Wie erkennst du das beste Olivenöl? Woraus besteht es und wie wirkt es sich im Körper deines Hundes aus? Kann Olivenöl sogar vor Krebs schützen? – Diese und weitere Fragen beantworte ich dir in diesem Beitrag.

Die Herstellung von Olivenöl

Wenn du schon mal im Mittelmeerraum im Urlaub warst, hast du sicherlich die riesigen Olivenplantagen gesehen. Diese Bäume, die auch Ölbäume genannt werden, tragen im Jahr bis zu 30 kg Oliven.

Olivenbaum

Für einen Liter Olivenöl braucht es etwa 5 kg der Früchte. Kein Wunder also, dass Olivenöl etwas teurer ist.

Um das Öl aus den Oliven zu bekommen, gibt es verschiedene Verfahren. Im Grunde geht es aber immer darum, die Oliven zu pressen oder zu zerkleinern.

Dabei sollten die Früchte möglichst wenig an die Luft kommen. Bei Kontakt mit Sauerstoff zersetzt die Pflanze ihr Öl nämlich selbst. Es kommt bei der Olivenölherstellung also auch auf das richtige Verfahren an.

Heutzutage arbeiten viele Firmen unter Vakuum oder schützen das Öl durch Abpumpen des Sauerstoffs vor selbigem.

Welches Olivenöl ist das beste?

Um das beste Olivenöl unter all den Olivenölen auf dem Markt zu finden, reicht normalerweise ein Blick auf die Produktbezeichnung. In Europa gibt es acht verschiedene Kategorien, die die Qualität des Öls beschreiben.

Neben dem Kontakt mit Sauerstoff kann auch zu viel Wärme die Qualität des Öls beeinträchtigen. Daher ist die Gewinnung von Olivenöl etwas aufwendig und schwierig. Über 32 °C leidet die Qualität bereits merklich. Unter 20 °C kommt hingegen nur noch wenig Öl aus den Früchten.

Olivenöl, das während seiner Gewinnung auf nicht mehr als 27 °C erwärmt wurde, darf als kaltgepresstes Öl verkauft werden.

Das beste Öl läuft unter dem Namen „Natives Olivenöl Extra“.

Das bedeutet, dass das Öl während seiner Gewinnung nur Temperaturen unter 40 °C ausgesetzt war. Außerdem kamen bei der Produktion nur mechanische Verfahren zum Einsatz. Sein Säuregehalt liegt nicht über 0,8 %.

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Eine Güteklasse weiter unten findet sich das „Native Olivenöl“. Die Herstellung verläuft auf die gleiche Weise. Sein Säuregehalt ist mit 2 % jedoch etwas höher.

Alle anderen Olivenöle solltest du nicht nutzen. Die positive Wirkung des Öls ist stärker, je besser seine Qualität ist. In diesem Video erfährst du, welches Öl der ersten Güteklasse bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest am besten abgeschnitten hat.

Olivenöle im Test – Kann gut auch günstig sein? | zibb

Olivenöl in der Geschichte

Die Geschichte des domestizierten Olivenbaumes reicht bis 6000 v. Chr. zurück. Ab wann der Baum gezielt zur Ölgewinnung angebaut wurde, ist nicht genau bekannt.

Sicher ist jedoch, dass die Menschen im Mittelmeerraum die positiven Eigenschaften des Öls schon lange kennen und schätzen.

Neben seiner Nutzung als Lampenöl kam Olivenöl auch bei verschiedenen Krankheiten zum Einsatz. Speziell als Salbe bei Hautkrankheiten oder bei Verletzungen ist der Einsatz von Olivenöl vor mehreren Tausend Jahren belegt.

Es war außerdem Bestandteil von Parfums.

Woraus besteht Olivenöl?

Der Hauptbestand von Olivenöl sind, wie bei allen Pflanzenölen, Fettsäuren. Die genaue Zusammensetzung hängt vom Öl ab. Folgende Fettsäuren sind jedoch immer enthalten:

  • Ölsäure (ca. 70 %)
  • Palmitinsäure (ca. 12 %)
  • Linolsäure (ca. 10 %)
  • Stearinsäure (ca. 3 %)
  • Palmitoleinsäure (ca. 2 %)

Etwa 75 % der Fettsäuren sind ungesättigt (das sind die guten).

Besonders wichtig ist hierbei die Linolsäure. Diese ungesättigte Fettsäure ist ein essenzieller Nährstoff. Das bedeutet, dass dein Hund sie zum Überleben braucht, aber nicht selbst herstellen kann. Er muss sie daher zwangsläufig über sein Futter aufnehmen.

Daneben enthält Olivenöl Vitamin A und E, Eisen und Phosphor sowie andere Spurenelemente.

Welche Vorteile bietet Olivenöl?

Olivenöl enthält Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese wirken sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus.

In diesen Bereichen kann Olivenöl deinem Hund helfen:

  • Verbesserung bei bestehender Diabetes- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Verlangsamung der Zellalterung
  • Hautverletzungen, Ausschlag oder Ekzeme
  • stumpfes, brüchiges, trockenes Fell

Darüber hinaus kann die regelmäßige Gabe von Olivenöl alten Hunden helfen, ihre kognitiven Fähigkeiten zu behalten.

Olivenöl schützt nicht nur Körperzellen der Haut oder der inneren Organe vor vorzeitiger Alterung. Es kann auch das Gehirn jung halten.

Olivenöl als Nahrungsergänzungsmittel

Olivenöl fördert die Durchblutung und reduziert die Insulinempfindlichkeit. Aus diesen Gründen eignet es sich, neben entsprechenden Medikamenten, zur Behandlung von Herzproblemen und Diabetes.

Die Antioxidantien (beispielsweise Vitamin E) helfen dem Immunsystem des Hundes. Besonders alte oder Tiere mit Vorerkrankungen unterstützt dieses Öl daher. Die Antioxidantien hemmen außerdem die Zellalterung und können so für ein längeres Leben sorgen.

Olivenöl zur äußeren Anwendung

Nicht nur im Futter macht Olivenöl sich gut. Auch als Fellpflege kannst du es einsetzen. Gib dafür eine der Größe deines Hundes entsprechende Menge auf deine Hand. Massiere es anschließend in Haut und Haar deines Hundes ein.

Stumpfes, brüchiges Fell erhält dadurch seinen Glanz zurück. Kleinere Hautirritationen unterstützt es in der Heilung. Du kannst es natürlich auch lokal anwenden.

glänzendes Fell eines Beagle

Olivenöl als Vorbeugung gegen Krebs

Leider erkranken immer mehr Hunde, vor allem alte Tiere, an Krebs. Viele Halter wollen ihrem alten Freund dann keine lange Therapie mehr antun.

Besonders, da oftmals fraglich ist, ob die Chemo oder eine OP zur Tumorentfernung überhaupt ausreichend wirkt. Das ist völlig verständlich, ich würde meinen alten Hund auch nicht mehr unters Messer legen wollen.

Und wer schon mal einen Menschen unter Einfluss einer Chemotherapie gesehen hat, kann sich vielleicht vorstellen, wie ein Hund, der den Nutzen dieser Therapie nicht mal verstehen kann, darunter leidet.

Ich möchte damit in keiner Weise den Einsatz moderner Medizin bei Krebserkrankungen schlecht reden oder gar davon abraten.

Sprich am besten immer ausführlich mit deinem Tierarzt darüber. Er weiß am besten, welche Therapien auch die besten Erfolgsaussichten haben. Diese solltest du nutzen.

Etwas Öl im Hundefutter kann in diesem Zusammenhang allerdings nicht schaden. Olivenöl ist natürlich kein Wundermittel, das den Ausbruch von Krebs sicher verhindern kann.

Es enthält allerdings zwei Stoffe (Squalen und Terpenoide), welche Krebs möglicherweise vorbeugen können. Versuche an Tieren haben bereits gezeigt, dass sie in der Lage sind, das Tumorwachstum zu hemmen (nachzulesen unter diesem Link)

Dosierung

Olivenöl sollte nicht täglich auf dem Speiseplan deines Hundes stehen. Besser ist es, wenn du es mit anderen Ölen abwechselst, sodass es etwa zweimal wöchentlich zum Einsatz kommt.

Olivenöl für den Hund - Dosierung nach Körpergewichtgewicht-2

Auf 10 kg Hund sollte ein halber Teelöffel Olivenöl kommen. Achte darauf, nicht zu viel zu verwenden. Hat dein Hund bisher kein Olivenöl über sein Futter bekommen, beginne am besten mit einer geringeren Menge.

In der Regel mögen Hunde den intensiven Geschmack des Öls, aber vielleicht gehört gerade deiner leider nicht dazu. Außerdem können sensible Hunde auf das Nahrungsergänzungsmittel reagieren. Gewöhne Bello daher langsam daran.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, die durch die Gabe von Olivenöl auftreten, sind meistens auf eine Überdosierung zurückzuführen. Olivenöl kann sich negativ auf die Verdauung auswirken, wenn dein Hund zu viel davon bekommt. Eine Überdosierung kann sich auch in fettiger Haut oder fettigem Fell zeigen.

Auf längere Sicht kann dein Hund natürlich auch zunehmen. Olivenöl besteht nun mal zum großen Teil aus Fett.

Neigt dein Hund ohnehin zu Übergewicht, solltest du das im Blick behalten, wenn du sein Futter mit etwas Öl anreichern möchtest.

Gibt es Hunde, die kein Olivenöl bekommen sollten?

Neigt dein Hund zu Allergien, solltest du jede Änderung im Futter mit deinem Tierarzt besprechen. Leidet dein Hund unter einer Nierenkrankheit, ist es ratsam, auf zusätzliche Öle im Futter zu verzichten.

Nierenkranke Hunde können Omega-6-Fettsäuren nur schlecht verarbeiten. Olivenöl könnte die ohnehin angeschlagene Niere weiter schädigen.

Im Zweifel solltest du immer deinen Tierarzt um Rat fragen.

Fazit

Olivenöl ist ein sehr gesundes Nahrungsergänzungsmittel für deinen Hund. Es ist vielseitig einsetzbar und kann bei kleineren Verletzungen oder der Fell- und Hautpflege helfen.

Aber auch zur Verbesserung von chronischen Erkrankungen eignet es sich (natürlich nur im Zusammenhang mit darauf angepasster Medikation).

Besonders schön ist außerdem, dass Olivenöl die Entstehung von Krebs hemmen kann.

Nebenwirkungen sind meistens auf falsche Dosierung zurückzuführen. Fettiges Fell, Verdauungsbeschwerden oder Gewichtszunahme können dann auftreten.

Hunde mit einer Nierenerkrankung oder solche, die zu Allergien neigen, sollten kein Olivenöl bekommen. Gibt dein Tierarzt sein Okay, kannst du es natürlich trotzdem verwenden. Frage daher lieber einmal mehr bei ihm nach.

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