Portugiesischer Wasserhund

Portugiesischer Wasserhund

Dieser wuschelige Vierbeiner mit dem ausgeprägten Temperament und den niedlichen Löckchen, hört auf den Namen „Portugiesischer Wasserhund“.

Das verspielte und gelegentlich recht eigensinnige Kerlchen ist bereits seit vielen hundert Jahren seinen Menschen treu ergeben und beweist sich durch hohe Intelligenz und bedingungslosen Gehorsam.

Bis heute ist er ein beliebtes Familienmitglied.

Steckbrief

Rasse: Cão de Água Português
Deutsche Bezeichnung:Portugiesischer Wasserhund
Herkunft:Portugal
Größe:Rüden 50 bis 57 cm, Hündinnen 43 bis 52 cm
Gewicht:16-25 kg
Lebenserwartung:12-14 Jahre
Fellänge:mittellang
Fellfarbe:schwarz, weiß, braun
Aufgaben:Früher assistierte diese schwimm-begeisterte Rasse beim Fischen. Heute lebt er überwiegend als Haushund.
Listenhund:Nein
FCI GruppeGruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
FCI Sektion:Sektion 3: Wasserhunde
FCI Standard:37
FCI Rasse-Standards:Zum PDF

Geschichte der Rasse

Der „Portugiesische Wasserhund“ ist eine sehr alte Hunderasse und außerdem auch sehr selten.

Verwandt ist er mit dem Standard-Pudel, welchem er auch optisch deutlich ähnelt. Ganz besondere Bekanntheit erlangte die Rasse, als der ehemalige US-Präsident Barack Obama seinen beiden Töchtern einen schenkte, welcher auf den Namen „Bo“ hörte.

Die Nachfrage stieg damals enorm und leider gibt es auch jede Menge schwarzer Schafe unter den Züchtern. Unseriöse Zucht-Anlaufstellen stachen immer mehr hervor. Inzwischen beruhigte sich diese Lage wieder etwas.

Allerdings gibt es die „Portugiesischen Wasserhunde“ schon deutlich länger.

Ursprünglich in Portugal angesiedelt, sind sie seit tausenden von Jahren in ganz Europa anzutreffen. Ebenso an der nordamerikanischen Ostküste. Im Jahre 1955, wurden sie erstmals von der Fédération Cynologique Internationale als offizielle Rasse anerkannt.

Die Hunde assistierten, wie alle Wasserhunde, über viele Jahre ihren Besitzern beim Fischen in atlantischen Gewässern und andernorts. Durch ihre ausgeprägte Intelligenz, ihren Scharfsinn und ihre bedingungslose Gehorsamkeit, fiel ihnen diese Aufgabe niemals schwer.

Nachdem sich die Fischer Industrie jedoch immer weiter modernisierte, verloren diese Hunde ihre Funktion.

In der heutigen Zeit werden sie überwiegend als Haus- und Familienhunde eingesetzt. Auch als Therapie- und Rettungshund findet er immer wieder Verwendung.

Portugiesischer Wasserhund Lokalzeit Münsterland 23.06.09

Charaktereigenschaften

Ein „Portugiesischer Wasserhund“ überzeugt durch ausgeprägte Intelligenz, absoluten Gehorsam und eine gutmütige Ader. Wurde er angemessen erzogen, so missachtet er keinen einzigen Befehl seines Herrchens und ist stets mit ganzem Herzen dabei.

Er verfügt über ein überschwängliches Temperament und ungeheure Ausdauer. Diese Eigenschaften qualifizierten ihn über viele Jahre als sehr bedeutenden Assistenten beim Fischen und Einholen.

Er ist seinen Menschen in dieser Hinsicht stets eine enorme Hilfe gewesen. Die Tatsache, dass er das Wasser über alles liebt, unterstrich seine Aufgaben ebenfalls.

Er ist ein hervorragender Schwimmer, eine regelrechte Wasserratte. Noch heute wird dies bei regelmäßigen Spaziergängen mit ihm an Seen und Flüssen immer wieder deutlich.

Portugiesischer Wasserhund

Der „Portugiesische Wasserhund“ braucht jedoch nicht nur regelmäßige körperliche Auslastung. Auch mental muss er gefördert werden, um seine Intelligenz und Lebensfreude nicht verkommen zu lassen.

Er ist der ideale Begleiter für sportliche Ertüchtigungen und eignet sich ganz besonders für Breitensport, Obedience und Agility.

Er ist sehr kinderlieb und tritt ihnen liebevoll und fürsorglich gegenüber. Die Rasse besitzt eine sehr hohe Toleranzgrenze und ist nicht leicht aus der Ruhe zu bringen.

Darf er mit seinen kleinen Freunden ausgiebig im Garten herumtoben, erlebt der „Portugiesische Wasserhund“ sein persönliches Paradies auf Erden.

Er ist ein sehr aufmerksamer Hund, allerdings überhaupt kein Kläffer. Mit anderen Hunden ist er bei richtiger Erziehung äußerst verträglich.

Erscheinungsbild

Mit einer Widerristhöhe von bis zu 57 cm und einem Körpergewicht von etwa 20 kg, zählt der „Portugiesische Wasserhund“ zu den mittelgroßen bis großen Hunden.

Sein Fell ist mittellang, häufig gelockt oder gewellt und sehr üppig. Er verfügt über keinerlei Unterwolle, weshalb er sich auch bestens für Allergiker eignet.

Portugiesischer Wasserhund Welpe

Durch ihr wuscheliges Fell wirken sie meist dicker, als sie eigentlich sind. Unter ihrem Fell sind die Hunde von sehr robuster und muskulöser Statur. Es findet kein Fellwechsel statt.

Häufig ist das Fell einfarbig, manchmal aber auch zweifarbig wie schwarz, weiß oder braun. Seine niedlichen Schlappohren sind mittelgroß und hängen.

Die Rute ist mittellang und je nach individueller Stimmungslage nach oben stehend oder hängend.

Optisch wird er häufig mit seinem engen Verwandten, dem „Pudel“ insbesondere von Laien verwechselt. Dies wird häufig noch durch eine sogenannte „Löwenschur“ bestärkt, welche bei „Pudeln“ als auch bei „Portugiesischen Wasserhunden“ häufig angewendet werden.

Zwischen seinen Zehen, hat der „Portugiesische Wasserhund“ sehr ausgeprägte Zwischenzehenhäute, welche ihm das Schwimmen um vieles erleichtern.

Haltung und Pflege

Dem „Portugiesischen Wasserhund“ ist es im Grunde egal, in welcher Umgebung er lebt. Er fühlt sich sowohl in einer Stadtwohnung, als auch in einem großen Haus mit Garten pudelwohl, wobei letzteres natürlich durchaus schöner für ihn wäre.

Hier könnte er seinem großen Bewegungsdrang jederzeit uneingeschränkt nachgehen und sich austoben. Am schönsten wäre für den schwimmbegeisterten Vierbeiner noch ein kleiner See oder ein Schwimmbad.

Portugiesischer Wasserhund im Garten

Ganz gleich wo er lebt, so braucht er von seiner Familie regelmäßige Herausforderung und Beschäftigung. Auch wenn er in der heutigen Zeit nicht mehr allzu häufig als Fischer Gehilfe assistieren kann, so kann man diesem „Defizit“ mit jeder Menge Sport, Spaziergängen und anderen Alltagsbeschäftigungen entgegenwirken.

Der „Portugiesische Wasserhund“ ist ein optimaler Anfängerhund, welcher sehr schnell lernt und auch Erfolge zeigt. Ganz besonders Anfängern wäre anzuraten, eine Hundeschule mit ihm aufzusuchen.

Das Fell benötigt ganz besondere Aufmerksamkeit. Es muss mehrmals die Woche gründlich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt.

Auch seine Augen müssen frei gehalten werden, damit das kleine Temperamentsbündel einen freien Blick auf seine Umgebung hat.
Regelmäßige Besuche beim Tierarzt, Krallen- und Zahnpflege und natürlich auch das richtige Futter sind Grundvoraussetzung.

Züchter

Da es sich beim „Portugiesischen Wasserhund“ um eine sehr seltene Hunderasse handelt, ist es wichtig, jene auch in Zukunft zu erhalten und nicht durch falsche Kreuzungen zu verändern.

Das wäre sehr schade um diese besonders intelligenten und temperamentvollen Gesellen. Zum Glück gibt es noch immer Züchter, welche sich den Erhalt jener Rasse zur Aufgabe machten und eine glückliche und gesunde Fortpflanzung unterstützen.

Wer sich diesbezüglich gerne einmal näher informieren möchte, erkundigt sich beispielsweise unter folgenden Anlaufstellen:

caoluz-del-sol.de

ig-portugiesischerwasserhund.de/zucht-welpen/züchter/

porties-vom-rangau.de

Literaturempfehlung

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  • Hirtz-Schmidt, Silke (Autor)
  • 80 Seiten - 01.02.2010 (Veröffentlichungsdatum) - Cadmos Verlag (Herausgeber)