Norwegischer Buhund

Norwegischer Buhund

Ein niedlicher Wonneproppen aus dem schönen Norwegen. Der Norwegische Buhund ist bereits seit vielen Jahrhunderten an der Seite seiner Menschen, seine direkten Vorfahren waren bereits schon den Wikingern treu ergeben.

Auch als Jäger und Wachhund bewies der goldige Vierbeiner seine Fähigkeiten immer wieder aufs Neue. Heute ist er ein seltener, aber trotzdem äußerst beliebter Familienhund.

Steckbrief

Rasse: Norsk Buhund
Deutsche Bezeichnung:Norwegischer Buhund
Herkunft:Norwegen
Größe:Rüden 43 bis 47 cm, Hündinnen 41 bis 45 cm
Gewicht:12 – 18 kg
Lebenserwartung:13 – 15 Jahre
Fellänge:Kurz – Mittellang
Fellfarbe:Schwarz, Weiß, Braun, Rot, Weizenfarben
Aufgaben:Der Norwegische Buhund hütete Vieh, ging mit zur Jagd und diente als Wachhund
Listenhund:Nein
FCI Gruppe:Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
FCI Sektion:Sektion 3: Nordische Wach- und Hütehunde
FCI Standard:237
FCI Rasse-Standards:Zum PDF

Geschichte der Rasse

Der Norwegische Buhund ist einer jener Hunde, welche im skandinavischen Raum schon seit vielen hundert Jahren als brauchbare Alltagsgehilfen und Freunde vertreten sind.

Inzwischen sind die meisten von ihnen überwiegend Familienhunde.

Dazu gehört auch der Norwegische Buhund, wessen Geschichte sich bis in die Zeit der Wikinger zurückverfolgen lässt. Damals wurden Knochen in einem Norwegischen Wikingergrab gefunden, welche den direkten Vorfahren dieser Gattung Hund eindeutig zugeordnet werden konnten.

Norwegischer Buhund Nahaufnahme

Das musste Schätzungen zufolge in etwa um das Jahr 900 n. Chr. gewesen sein. Die Hunde wurden mit ihren Herrchen damals zusammen beerdigt, um jene weiterhin im Jenseits zu begleiten. Das war damals der Glaube der Wikinger.

Sein Name „Buhund“ leitet sich aus der Norwegischen Sprache ab. „Bu“ bedeutet in etwa soviel wie Hütte oder Bauernhof.

Offiziell erwähnt wurde die Rasse erstmals im 17. Jahrhundert. Seine Vorfahren waren sehr wahrscheinlich weniger spezialisierte und gezüchtete Hunde, welche ebenfalls schon als Jäger, Viehhüter und Wachhunde ihren Einsatz fanden.

So wie auch später der Norwegische Buhund.

Obwohl seine Geschichte bereits schon so lange zurückgeht, wurde der Norwegische Buhund erstmals im Jahr 1913 bei einer landwirtschaftlichen Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Und so kamen die Hunde im Laufe der Jahre in die ganze Welt, blieben jedoch eher selten. Neben Norwegen sind sie am meisten in den USA und in Australien anzutreffen.

Im Jahre 1943 wurde der Hüter aus Norwegen auch von der FCI als offizielle Rasse anerkannt.

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Charaktereigenschaften

Nichts macht den kleinen „Bu“ glücklicher, als Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Er ist ein wahrhaftiges Rudeltier. Weiterhin ist er ein wunderbarer Kamerad für Kinder und auch mit anderen Haustieren kommt er in aller Regel sehr gut zurecht.

Im besten Fall wurde er bereits in Welpentagen mit ihnen sozialisiert. Es dauert eine Weile, bis er mit Artgenossen so richtig warm wird, da ihn diesbezüglich häufig eine Art Skepsis umgibt. Gelegentlich gibt es Probleme mit anderen Hunden.

Werden lange Ausflüge, Spaziergänge oder Spiele mit ihm unternommen, so ist der ausgelassene Vierbeiner im siebten Himmel. Er ist ein durchaus intelligenter und mutiger Zeitgenosse, welcher es stets wagen wird, die aufregendsten Stationen beim Agility Sport oder beim Wandern zu bezwingen.

Sportliche Besitzer werden mit ihm ihre helle Freude haben, wenn er sie hin und wieder zum Joggen begleitet.

Norwegischer Buhund beim Agility

Dem aufmerksamen Wachhund wird niemals ein Eindringling oder auch ein freundlicher Besucher entgehen. Die Rasse neigt dazu, in fraglichen Situationen laut zu bellen, um damit das Rudel zu warnen.

So ist er Besuchern und Fremden zunächst oftmals skeptisch, allerdings begrüßt er sie meist in kürzester Zeit mit wedelnder Rute. Ganz besonders dann, wenn er spürt, dass er gemocht wird.

Durch seine Klugheit und seine kooperative Ader, lässt sich der Norwegische Buhund gut erziehen, was ihn auch als Anfängerhund qualifiziert. Im besten Fall wird seine Erziehung noch durch erfahrene Freunde oder eine gute Hundeschule ergänzt.

Erscheinungsbild

Wenn wir sein Äußeres betrachten, so erinnert uns der „Bu“ optisch stark an einen „Spitz“. Dafür spricht sein quadratischer Körperbau, seine aufrechten, spitzen Ohren und auch seine Rute, welche eingerollt über dem Rücken aufliegt.

Der Kopf ist bei Rüden ein bisschen anders als bei Hündinnen.

Der Norwegische Buhund zählt zu den „mittelgroßen Hunderassen“. So erreichen Rüden eine Widerristhöhe von bis zu 47 cm und ein Körpergewicht bis zu 18 kg, Hündinnen etwas weniger.

Brustkorb und Hals sind von kräftiger Natur, die Taille deutlich schmaler. Alles in allem ist der kuschelige Vierbeiner ein sehr sportlicher Kandidat.

Das dichte, weiche Fell verfügt über eine kräftige Unterwolle, welche das kleine Nordlicht schon früher in seiner kühlen Heimat unterstützte, nicht so schnell zu frieren.

Die Farben seines Fells sind sehr vielfältig, darunter Weiß, Schwarz, Braun, Rot, Weizen- oder Cremefarben. Häufig ist er einfarbig, gelegentlich aber auch zwei- oder sogar mehrfarbig. Auch das Fellmuster kann verschieden sein.

Da er sehr viele Haare verliert, ist er für Allergiker nicht allzu gut geeignet.

Haltung und Pflege

Der Norwegische Buhund ist definitiv kein Kandidat für Menschen, welche täglich über mehrere Stunden arbeitsbedingt außer Haus sind und auch nach Feierabend nur noch eine kleine, „Pflichtrunde“ mit ihm um den Block gehen.

Er spürt ganz genau, wann er willkommen ist und wann nicht. Eine Belastung möchte der liebe Zeitgenosse ganz bestimmt nicht sein.

Viel eher ein Freund fürs Leben, welcher sich auch nicht an einer kleineren Stadtwohnung stört, obwohl ihm doch ein Haus mit Garten deutlich lieber wäre.

Doch auch eine Stadtwohnung kann er problemlos akzeptieren, wenn dieses „Manko“ mit vielen, langen Gassi-Runden ausgeglichen wird.

Seine Erziehung ist im Grunde recht einfach. Allerdings sollte sich intensiv seinem Wachtrieb und dem daraus resultierenden Bell-Verhalten gewidmet werden.

Ganz besonders in einer Stadtwohnung mit vielen Nachbarn könnte dies andernfalls problematisch werden.

Die Pflege ist trotz seines dichten Fells recht einfach und einmal die Woche bürsten reicht vollkommen aus. Lediglich in Zeiten des Fellwechsels sollte er täglich gekämmt werden.

Trotz seiner recht robusten Gesundheit, muss ein regelmäßiger Besuch beim Tierarzt natürlich stattfinden.

Züchter

Der Norwegische Buhund ist eine recht seltene Hunderasse. Es gibt jedoch auch in Deutschland Züchter, welche sich auf seine Rasse konzentrieren.

Um den Erhalt seiner Rasse und auch seine Gesundheit zu unterstützen, empfiehlt es sich, stets bei seriösen Zuchtstellen anzufragen. Folgende Adressen könnten einen ersten Anhaltspunkt liefern:

www.vdh.de/welpen/zuechter?id=337