Norwegische Hunderassen – Herkunft und Wesenzüge

Norwegische Hunderassen

Norwegische Hunderassen sind bereits seit sehr vielen Jahren eine enorme Bereicherung für die Menschen.

Sie assistierten regelmäßig bei der Jagd und holten vorbildlich die Beute herbei. Norwegische Hunderassen sind ebenfalls ausgezeichnete Wächter und eine tolle Ergänzung für die Familie. Einige der Rassen sind inzwischen leider recht selten geworden und auch nur überwiegend in Norwegen anzutreffen.

Norwegische Hunderassen

Geschichte des Hundes in Norwegen

Die Geschichte der Norwegischen Hunderassen ist sehr individuell.

So stammt der „Norwegischer Lundehund“ von der Insel Værøy, wo er bis heute noch gezüchtet wird.

Die Vergangenheit des „Norwegischen Buhund“ geht sogar bis in die Zeit der Wikinger im Jahre 900 v. Chr. zurück.

Der „Dunker“ geht auf Wilhelm Dunker zurück, welcher ihn gezielt aus „russischen Harlekinbracken“ und anderen Laufhunden züchtete.

Die Geschichtes des „Norwegischen Elchhundes“ geht sogar bis in die Steinzeit zurück, Wandmalereien in skandinavischen Höhlen gefunden wurden.

Und der „Hygenhund“ wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert durch den den gleichnamigen Züchter „Hygen“ ins Leben gerufen.

Alle norwegischen Hunderassen fanden schon früh ihre Einsätze als Jagdgehilfen, Wachhunde und Begleithunde. Weiterhin bewachten sie auch die Viehherden der Einheimischen.

Aufgrund dieser wichtigen Aufgaben, hatten die Hunde bereits sehr schnell ihren Stellenwert in der Gesellschaft und es galt als Bereicherung, einen Hund von diesen Rassen zu besitzen.

Der beliebteste Laufhund in Norwegen ist der „Dunker„. Die Hunde waren bereits vor vielen hundert Jahren wertvolle Gehilfen, welche unverzichtbare Aufgaben übernahmen.

Und Norwegen dankte ihnen dies auf ihre ganz eigene Art. So wurde beispielsweise der Erhalt des „Norwegischen Lundehunds“ auf der Insel Værøy wieder stark gefördert, nachdem die Rasse nach einer schweren Staupe-Pandemie beinah vollständig ausgestorben war.

Eleonora Christi sorgte für eine neue Generation der Zucht.

Eigenschaften & Charakterzüge

Die meisten norwegischen Hunderassen sind entweder bereits durch ihre natürlichen Vorfahren, oder durch gezielze Züchtungen geborene Jäger und Wächter.

So gingen die Hunde unter anderem auf Hasenjagd, wie etwa der „Hygenhund“. Der Norwegische Lundehund“ spezialisierte sich jedoch eher auf Vögel wie den Papageientaucher, welchen er an den steilen Klippen jagte und auch seine Eier zu Tage förderte.

Alle norwegischen Hunderassen sind vom Charakter meist sehr unkompliziert und zeigen auch sehr schnelle Lernerfolge. Das war ganz besonders noch vor einigen hundert Jahren sehr wichtig, da die Hunde als kompetente Jagdgehilfen assistierten.

Sie sind gehorsam, loyal, lieben ihre Familie und sind nicht allzu gerne allein. Da in allen Hunden dieser Art noch immer ein Jäger schlummert, verfügen sie über ein überschwängliches Temperament und brauchen dementsprechend viel Bewegung und Auslauf. Auch mentale Beschäftigung ist nicht verkehrt.

So ist es sinnvoll, bei allen Hunden vor Anschaffung über ein gewisses Hintergrundwissen zu verfügen, um auch die Erziehung möglichst zu perfektionieren.

Der innere Jagd- und Wachtrieb muss häufig in Schach gehalten und auch das laute Bellen gelegentlich unterbunden werden.

Manche von ihnen (z.B. der Norwegische Lundehund) sind gelegentlich etwas sturköpfig und lassen sich nicht gerne zu Sachen zwingen, welche sie nicht gerne tun wollen. Die Erziehung muss zwangsläufig liebevoll und geduldig gestaltet werden.

Was haben alle norwegischen Hunderassen gemeinsam?

Was die Rassen alle miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass sie alle für ihre Menschen als Jagdgehilfe dienten.

Alle Hunde sind äußerst robust, ausdauernd und verfügen über dickes Fell mit dichter Unterwolle, was sie auch in kalten Wetterverhältnissen warm hielt.

So zum Beispiel auch im Wasser, als der „Norwegische Lundehund“ zwischen den Klippen abtauchte, um Eier von Vögeln zu erhaschen und deren unterirdische Verstecke aufzuspüren.

Alle Rassen sind außerdem sehr kinderfreundlich, einfach zu erziehen und auch die Gesundheit ist in den meisten Fällen überdurchschnittlich gut.

Urlaub mit Hund in Norwegen

Norwegen gilt überwiegend als hundefreundliches Land. Wer seinen nächsten Urlaub dort verbringen möchte, dabei jedoch nicht auf seinen geliebten Vierbeiner verzichten möchte, der sollte sich zunächst mit den dortigen Regeln vertraut machen.

Wer seinen Hund mit nach Norwegen nehmen möchte, der muss sicher stellen, dass dieser mit einem Mikrochip ausgestattet ist. Weiterhin erwartet das Land im Gegensatz zu anderen EU-Ländern, dass der Hund eine Behandlung gegen Bandwurmbefall erhalten hat, bevor er ins Land einreisen darf.

Natürlich muss auch sein Impfpass mitgenommen werden, um dies zu belegen.

Norwegen mit Hund! Welche Gesetze und Gefahren warten auf euch?

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