Deutscher Pinscher

Deutscher Pinscher

Ein robuster Jäger und ein wahrer Freund des Menschen ist seit vielen Jahren der „Deutsche Pinscher“. Auch vor Ungeziefer schützte der unabhängige Vierbeiner in grauer Vorzeit.

Der intelligente, temperamentvolle und verspielte Rabauke ist ein wahrer Segen für jede Familie und auch ein treuer Beschützer. Kein Einbrecher wird sich an ihm vorbei wagen, ohne dass dieser lautstark sein Rudel warnt.

Steckbrief

Rasse: Deutscher Pinscher
Herkunft:Deutschland
Größe:45-50 cm
Gewicht:14-20 kg
Lebenserwartung:12-14 Jahre
Fellänge:kurz
Fellfarbe:schwarz, lohfarben, braun, rot-braun, gemischt
Aufgaben:Früher häufig Begleithund bei Kutschfahrten. Ebenso hielt er Gebiete frei von Ratten.
Listenhund:Nein
FCI Gruppe:Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer
FCI Sektion:Sektion 1: Pinscher und Schnauzer
FCI Standard:184
FCI Rasse-Standards:Zum PDF

Geschichte der Rasse

Neben dem „Schnauzer“ zählt der „Deutsche Pinscher“ zu den ältesten Hunderassen Europas. Vor etwa 100 Jahren begann in Deutschland die gezielte Züchtung der Rasse.

Seitdem haben sich die Hunde optisch kaum verändert. Bereits im Jahre 1836, berichtete der Naturwissenschaftler und Zoologe H. G. Reichenbach von einer „glatten Rasse“ was sich auf dessen glattes Fell bezog.

Deutscher Pinscher Nahaufnahme

Als „nette Hunderasse“ verdrängte er damals sogar den „Mops“. Glatthaarige Pinscher sind im Verhältnis deutlich seltener, als ihre rauhaarigen Geschwister. Die kleinere Version des „Deutschen Pinschers“ sind unter den Bezeichnungen „Zwerg- oder Rehpinscher“ bekannt.

Über die ganz genaue Herkunft des „Deutschen Pinschers“ ist man sich bis heute nicht ganz einig. Gerüchten zufolge, soll der Terrier ein direkter Vorfahre sein.

Allerdings wäre dies auch im Umkehrschluss denkbar. In den früheren Zeiten wurden die Hunde dafür benutzt, um die Städte frei von Ratten, Mäusen und anderem Ungeziefer zu halten. Dafür diente ihnen ihr hervorragender Jagdinstinkt, weshalb sie häufig auch als Jagd- und Wachhunde assistierten.

Um die Jahrhundertwende waren sie beinahe auf jedem größeren Hof anzutreffen. Aber auch bei Überfahrten von Kutschen assistierten die zähen und robusten Vierbeiner und passten beispielsweise auf, wenn der Kutscher eine Pause brauchte.

Heutzutage werden „Deutsche Pinscher“ überwiegend als Haus- und Familienhunde gehalten.

Deutscher Pinscher auf Weiß

Charaktereigenschaften

„Deutsche Pinscher“ verfügen über ein überschwängliches Temperament, sind äußerst verspielt und voller Tatendrang. Lange still auf dem Sofa liegen ist definitiv nicht ihre Lebenserfüllung!

Sie brauchen Beschäftigung, Auslauf, Spiel, Spaß und natürlich ganz viel Liebe. Ist der „Deutsche Pinscher“ in freier Natur auch ein sehr temperamentvoller Geselle, so fordert er in den eigenen vier Wänden auch regelmäßige Zuneigung und ausgiebige Streicheleinheiten.

Ein „Deutscher Pinscher“ hat seinen eigenen Kopf und mag es nicht, von seinem Halter bevormundet zu werden. Die richtige Erziehung ist gut und schön, allerdings sollte er niemals zu etwas gezwungen werden, was er partout nicht tun möchte.

Sie lieben es, ihr Heim zu bewachen und geben sofort Meldung, wenn etwas Ungewöhnliches passiert. Trotz seiner aufmerksamen Art ist der „Deutsche Pinscher“ alles andere als ein ungenierter Kläffer und alles in allem sehr ruhig und ausgeglichen.

Sofern ihm Kinder nicht regelmäßig auf die Nerven fallen, grob motorig an ihm herumreißen und ihn anderweitig ärgern, ist er mit ihnen sehr gut verträglich.

Beim Training und seiner Erziehung werden erste Fortschritte nicht sehr lange auf sich warten lassen. Durch seine Intelligenz und seine Bereitwilligkeit weiß er sehr schnell, was von ihm erwartet wird.

Auch Hundesportarten ist der verspielte „Deutsche Pinscher“ alles andere als abgeneigt. Ganz besonders Agility bereitet ihm regelmäßige Freude.

Deutscher Pinscher [2018] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild

Sein quadratischer Körperbau lässt den „Deutschen Pinscher“ anmutig und stolz wirken. Er erreicht eine durchschnittliche Widerristhöhe zwischen 45 und 50 Zentimetern und sein durchschnittliches Gewicht liegt zwischen 14 und 20 kg. Sein kurzes und glänzendes Fell ist in den meisten Fällen glatt, seltener auch rauhaarig.

In den meisten Fällen ist sein Fell schwarz mit Lohfarben gemischt. Häufig ist er jedoch auch einfarbig anzutreffen. Da sein Fell sehr kurz ist, ist er auch besonders pflegeleicht. Sein Brustkorb ist kräftig und muskulös wie auch der Rest seines Körpers. Sein Hals und seine Rute sind lang.

Seine Schnauze und seine Ohren sind spitz. Die Ohren stehen in einem niedlichen Knick nach unten. Seine Ohrinnenkanten liegen an seinen Wangen an.

Seine Körperhöhe und seine Körperlänge sind recht identisch lang, weshalb man seine Statur auch gerne als quadratisch bezeichnet. Er ist ein sehr schlanker Hund und sein Gewicht zeichnet sich größtenteils durch seine Muskulatur aus. Er ist imstande, sehr lange zu rennen, zu laufen oder sich anderweitig auszupowern.

Deutscher Pinscher Welpe schläft

Haltung und Pflege

Der „Deutsche Pinscher“ ist nicht unbedingt als Anfängerhund zu empfehlen. Auch, wenn er seinem „Rudel“ treu ergeben und überaus lieb und anhänglich ist, braucht er eine erfahrene und konsequente Hand.

Dafür ist ein erfahrener Hundebesitzer deutlich besser geeignet. Ist die Erziehung entglitten, kann dies schnell problematisch enden. Der Besuch einer Hundeschule wäre in jungen Tagen in jedem Falle kein Fehler, auch für Profis.

Jeder künftige Besitzer eines „Deutschen Pinschers“ sollte sich im Klaren über dessen Temperament und seinen Jagdtrieb sein. Er ist definitiv kein Hund für nebenbei und benötigt regelmäßige Auslastung. Körperliche sowie auch geistige. Andernfalls verkümmert er schnell und fühlt sich unterfordert. Tief in seinem Inneren schlummert noch immer ein wachsamer Beschützer.

Die Pflege ist alles in allem sehr unkompliziert, gelegentliches Bürsten reicht vollkommen aus. Natürlich darf der passende Tierarzt nicht fehlen, welcher sich regelmäßig um die Gesundheit des robusten Vierbeiner kümmern wird.

Der „Deutsche Pinscher“ ist nicht sonderlich anfällig für Krankheiten aller Art. Trotzdem sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll.

Züchter

Der „Deutsche Pinscher“ ist ein sehr beliebter, wenn auch inzwischen recht seltener Hund. Im Jahre 2003 wurde er neben dem „Spitz“ als gefährdete Hunderasse eingestuft, weshalb es sehr wichtig ist, dass es noch Züchter gibt, die dessen Fortbestehen fördern.

Damit es keine fehlerhaften Kreuzungen gibt und der Bestand dadurch noch mehr zurück geht, ist es entscheidend, sich vor Anschaffung bei einer seriösen Anlaufstelle beraten zu lassen.

Dort können Profis explizite Auskunft geben. Wer einen „Deutschen Pinscher“ zu seinem neuen, „besten Freund“ machen möchte, könnte sich folgende Adressen einmal ansehen:

www.vdh.de/welpen/zuechter?rfi=1&id=156

www.psk-schnauzer-pinscher.de/unsere-rassen/deutscher-pinscher/

www.pinscher-hamburg.de/

Literaturempfehlung

Pinscher: Deutscher Pinscher und Zwergpinscher
  • Schmitt, Annette (Autor)
  • 128 Seiten - 27.08.2012 (Veröffentlichungsdatum) - Verlag Eugen Ulmer (Herausgeber)

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