Basenji

Basenji

Der kleine Frechdachs „Basenji“ zählt zu den urtümlichen Hunderassen, den sogenannten Pariahunden. Sie sind unabhängig und kommen auch ohne die Hilfe von Menschen sehr gut zurecht.

In Deutschland sind „Basenjis“ im Verhältnis recht selten und benötigen eine erfahrene Hand. Was sie charakteristisch auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie nicht richtig bellen können.

Steckbrief

Rasse: Basenji (canis lupus familiaris)
Bedeutung:„Kleines Ding aus dem Busch“
Deutsche Bezeichnung:Kongo-Terrier
Herkunft:Zentralafrika
Größe:Rüden bis 43 cm, Hündinnen bis 40 cm
Gewicht:9 – 11 kg
Lebenserwartung:12 bis 16 Jahre
Fellänge:kurz
Fellfarbe:rein schwarz oder weiß, rotbraun-weiß, lohfarben oder weiß-lohfarben
Aufgaben:Der „Basenji“ wurde bzw. wird noch immer in vielen Regionen Afrikas als Jagdhund eingesetzt.
Listenhund:Nein
FCI GruppeGruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
FCI Sektion:Sektion 6: Urtyp
FCI Standard:43
FCI Rasse-Standards:Zum PDF
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Geschichte der Rasse

Der „Basenji“ wurde erstmals zwischen 1868 und 1870 in Zentralafrika durch die Briten entdeckt. Die Einwohner nutzten ihn als Haushund, welcher auch recht gut jagen konnte.

Seine Unabhängigkeit und Schnelligkeit dienten ihm in dieser Hinsicht stets sehr gut. Seit dem Jahr 1930 wird er weltweit gezüchtet.
Es wird besonders großen Wert auf die Reinhaltung seiner Rasse gelegt. Unter anderem auch deshalb, weil er zu den urtümlichen Hunden gehört und diese besondere Gattung gewahrt werden soll.

Diverse Forscher nehmen an, dass er vom ägyptischen Tesem abstammt. Sein Aussehen und auch seine Eigenschaften werden mit diesem in Verbindung gebracht.

Die Theorie, dass er ursprünglich vom Goldschakal abstammt, wurde inzwischen vollständig widerlegt. Neueste Forschungen vermuten, dass der Äthiopische oder der Israel Wolf unmittelbarer Vorfahre war.

Eine weitere Theorie ergab die Vermutung, dass sich Wildhunde mit Schakelen paarten und somit der „Basenji“ entstand. Ebenso gibt es Hinweise durch diverse Wandmalereien.

Bis heute leben die Nachfahren des „Basenji“, die sogenannten Pariahunde in freier Wildbahn in Afrika. Teilweise als Haustiere, teilweise wild. Sie kommen immer wieder in die Dörfer.

Auch im Regenwald sind diverse Tiere seiner Art anzutreffen. Sie dienen dort den Pygmäen noch immer als Jagdgehilfen. Auf den Philippinen, in West Papua und Sumatra leben ebenfalls Hunde seiner Art.

Charaktereigenschaften

„Basenjis“, welche zu den ältesten Haustieren der Menschen gehören, zeichnen sich durch ihren starken Überlebenswillen aus. Sie geben niemals auf und sind wahre Kämpfer.

Aus diesem Grund werden sie auch seit vielen Jahren als Hilfe bei der Jagd eingesetzt. Wer diese Hunderasse an seiner Seite hat, wird jedoch schnell merken, dass er niemals die vollständige Macht über ihn besitzen wird.

Sein Wesen ist sehr kompliziert.

Er ist ein Hund, welcher über einen ausgeprägten, eigenen Kopf verfügt. Er ist zuweilen sehr eigen und äußerst schwer zu erziehen. Daher sollte er unbedingt in die Obhut eines erfahrenen Herrchens oder Frauchens kommen.

Denn selbst unter der Führung einer erfahrenen Hand, wird es mit dem „Basenji“ immer wieder zu Herausforderungen kommen.

Basenji Welpen

Es ist bedeutsam, den Hund mit der nötigen Portion Liebe zu erziehen. Auf Bestrafung reagiert er mit Abscheu und Angst. Die Rangordnung muss ihm bewusst verdeutlicht werden, da er ansonsten immer wieder versucht, die Führung zu übernehmen und seine persönlichen Bedürfnisse vor die anderen stellt.

Bei seiner Erziehung ist sehr viel Zeit, Geduld und Konsequenz von Nöten.
Sein ausgeprägter Bewegungsdrang und sein Freiheitsbedürfnis, machen ihn zu einem Haustier, welches sehr viel Auslauf und Platz benötigt.

Mit Kindern kommt der er ganz wunderbar aus. Allerdings sollten jüngere Kinder niemals alleine mit ihm Gassi geschickt werden.
Einige „Basenjis“ haben große Angst vor der Dunkelheit und scheuen nächtlichen Auslauf.

Basenji [2018] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild

Sein Name bedeutet übersetzt soviel wie „Kleines Ding aus dem Busch“.

„Basenjis“ zeichnen sich durch lange Beine, spitze Stehohren und eine lange, spitze Schnauze aus. Ihr Fell, welches in den gemischten Farben, schwarz, weiß, rot, braun und lohfarben vorkommt, ist sehr kurz und sie haben kaum Eigengeruch.

Basenji schwarz

Dieser Schutzmechanismus sollte sie ursprünglich vor Angreifern schützen. Das kurze Fell macht sie besonders kälteempfindlich. Daher benötigen sie in der kalten Jahreszeit ein Mäntelchen.

Der „Basenji“ ist ein sehr reinlicher Hund, welcher sich regelmäßig pflegt.

Charakteristisch für ihn ist die Tatsache, dass er im Vergleich zu anderen Hunden nicht wirklich bellen kann. Dies ist seinem flachen Kehlkopf zu verdanken. Daher sind seine Laute, welche er selten von sich gibt, sehr einsilbig und erinnern an jene eines Wolfes.

Seine Rute ist eingerollt und im Verhältnis zum restlichen Körper relativ kurz.

Mit einer Höhe von etwa 40cm und einem durchschnittlichen Gewicht von 11kg zählt er zu den mittelgroßen Hunden.

Haltung und Pflege

Was die Haltung eines „Basenjis“ angeht, so soll vorausgesagt werden, dass diese Hunderasse über einen ausgeprägten Bewegungs- und Jagdtrieb verfügt.

Daher ist es bei Spaziergängen, ganz besonders am Anfang besser, ihn an der Leine zu führen. Trotz guter Erziehung, kann stets der Jäger in ihm durchdringen und er wird davonrennen, um einen Hasen zu verfolgen.

Erst, wenn er vollständig erzogen wurde, kann ein Freilauf gewagt werden. Dieser sollte zunächst ausgiebig in einem geschlossenen Gehege geübt werden. Die Kommandos müssen sitzen.

Eine recht kleine Wohnung ist für einen „Basenji“ nicht wirklich das Paradies auf Erden. Ideal für ihn wären ein Garten oder ein Grundstück, auf welchem er seinem Bewegungsdrang nachgehen kann.

Da der „Basenji“ ein sehr kurzes Fell hat und auch kaum Haare verliert, bedarf er keiner besonderen Pflege. Diese übernimmt er in aller Regel selbst. Aus diesem Grund ist er auch besonders gut für Allergiker geeignet.

Züchter

Um die Rasse in seiner urtümlichen Art zu erhalten, ist es entscheidend, dass die Züchtung genau stimmt. Kreuzungen sollten diesbezüglich nicht stattfinden.

Um sicher zu gehen, dass ein absolut reinrassiger „Basenji“ ins Haus kommt, sollte sich im Vorfeld bestens darüber informiert werden.

Wer einen professionellen Zuchtverein sucht, kann unter folgenden Adressen fündig werden:

www.basenji-klub.org

www.basenji-schwarzwald.de

www.mangbetus-basenji.de

Der Basenji: Das kleine wilde Ding aus dem Busch
10 Bewertungen
Der Basenji: Das kleine wilde Ding aus dem Busch
  • Gether, Karin (Autor)
  • 68 Seiten - 20.10.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Buchwerk Verlag (Herausgeber)